Motivation Definition

Motivation Definition

Was Motivation ist und wie Motivation erklärt wird – Antworten zu diesen Fragen finden Sie hier:

Wikipedia:

„Motivation bezeichnet die Gesamtheit aller Motive (Beweggründe), die zur Handlungsbereitschaft führen, und das auf emotionaler und neuronaler Aktivität beruhende Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. Die Umsetzung von Motiven in Handlungen nennt man Volition oder Umsetzungskompetenz.“

Motivation bedeutet also, dass unser Verhalten zielgerichtet oder zielstrebig ist. Wie und ob wir motiviert sind oder motiviert werden können – dazu gibt es unterschiedliche Konzepte und noch mehr Antworten. Ein paar wollen wir hier vorstellen.

Was ist Motivation also?

Motivation ist, wenn wir bei uns oder bei anderen eine Änderung des Verhaltens feststellen. Also eine Art innerer Antrieb, die Motivation, uns zu einem bestimmten Verhalten bewegt oder antreibt. Wenn unser Verhalten ein gewisses Ziel verfolgt, bzw. darauf ausgerichtet ist.

Wenn ein Sportler beispielsweise nicht die geforderte oder die zu erwartende Leistung bringt, gibt es zunächst mal 3 Aspekte, warum das so ist oder sein kann. Da wären das Umfeld, die Bereitschaft und die Fähigkeit. Alle drei spielen ein große Rolle und hängen auch oft voneinander ab.

Umfeld

Das Leistungsumfeld stimmt nicht: Mit dem Leistungsumfeld ist die Trainingsumgebung, das Equipment, die Gestaltung des Trainings und der Erholungsphasen gemeint.

Bereitschaft

Die Bereitschaft und der Wille zu Leistung des Sportlers reichen nicht aus; es fehlt an der notwendigen Motivation.

Fähigkeit

Die Leistungsfähigkeit des Sportlers, die Summe seiner Fähigkeiten oder seines Talents reicht nicht aus, um die gewünschte Leistung zu liefern.

Motivation

Psychologen verstehen unter Motivation: Die Ausrichtung unserer Energie auf ein bestimmtes Ziel. Eine selektive Aufmerksamkeit für bestimmte Reize, die Planung des Tuns und die Aufrechterhaltung der Aktivität – so lange, bis sich die Ausgangsbedingungen ändern.

Die Beeinflussung menschliches Verhalten

Es gibt mehrere Faktoren, die menschliches Verhalten beeinflussen. Neben der Motivation sind das:

  • Unsere Emotionen und Gefühle
  • Die jeweilige Situation in der wir uns befinden
  • Je nach momentanen Fokus unterschiedliche Wahrnehmungen
  • Unser individueller Entwicklungsstand.

Unterschied zwischen intrinsische und extrinsische Motivation

Intrinsisch bedeutet „von innen her kommend“. Bei intrinsischer Motivation ist die Handlung also Selbstzweck, die Bedeutung liegt also auf der Handlung selbst.

Extrinsisch bedeutet „von außen her kommend, nicht aus eigenem Antrieb erfolgend“ Bei der extrinsischen Motivation ist die Handlung also das Mittel zum Zweck. Wenn Sie sich also z.B. zum Sport motivieren wollen, sollte man diese Punkte beachten:

  1. Finden Sie heraus, welche Motivation Sie haben, etwas zu tun oder nicht zu tun. Je nachdem, können Sie daran arbeiten, dies zu unterlassen oder dieses Bedürfnis zu stärken.
  2. Wenn Sie sich motivieren wollen, sollten Sie herausfinden, mit welchen externen Reizen Sie ihre Motivation steigern können.
  3. Schauen Sie nicht auf andere, bei jedem Mensch wirken unterschiedliche Reize.

Motivationstheorien

Bekannte Vertreter von Motivationstheorien sind die Bedürfnispyramide von Maslow und die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg.

Bedürfnispyramide nach Maslow

Die Bedürfnispyramide von Maslow unterscheidet fünf Gruppen von Bedürfnissen, die aufeinander aufbauen. Erst durch Erfüllung grundlegender Bedürfnisse (Motiven) werden neue Bedürfnisse aktiviert. Wir streben danach, alle Bedürfnisse zu erfüllen, es müssen aber immer zuerst die, der ersten Stufen erfüllt werden.

Physiologische Grundbedürfnisse

  • Sicherheitsbedürfnisse
  • Soziale Bedürfnisse
  • Individualbedürfnisse
  • Selbstverwirklichung
Maslowsche Bedürfnispyramide
Maslowsche Bedürfnispyramide

Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg

Herzberg untersuchte in einer Studie, wann beispielswiese Mitarbeiter(innen) zufrieden sind. Dabei wirken zwei unterschiedliche Faktorenarten, die sogenannten Hygienefaktoren und die Motivationsfaktoren:

Hygienefaktoren sind zum Beispiel das Gehalt, Arbeitsumgebung oder die Kultur in einer Firma und / oder der Führungsstil. Wenn das alles stimmig ist und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufrieden stellt, verhindert dies zwar Unzufriedenheit, erzeugt aber nicht unbedingt Zufriedenheit. Hygienefaktoren sind also in der Regel äußere Reize.

Dem entgegen stehen die Motivationsfaktoren oder die Motivatoren: Zu den Motivatoren gehören zum Beispiel Anerkennung, Verantwortungsübernahme oder der eigene Stolz über die erbrachte Leistung. Wenn diese Faktoren stimmig sind, erzeugt es echte Zufriedenheit und Arbeitsmotivation. Sollten es an diesen Faktoren allerdings mangeln, wird allerding nicht zwingend Unzufriedenheit erzeigt. Motivationsfaktoren kommen also hauptsächlich aus dem (Arbeits)Inhalt heraus.

Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg

 

Diese Motivationstheorien hören sich gut an, haben jedoch auch Nachteile. Es gibt beispielsweise keine endgültige Liste möglicher Motive und diese lassen sich nicht immer ohne Zweifel einer Motivklasse zuordnen.

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Literatur Empfehlung:

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